Der Award

Ziel des INTERNATIONAL LIGHT ART AWARD, einer Initiative des Zentrums für Internationale Lichtkunst Unna und der Innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft, ist es, Werke aufstrebender KünstlerInnen zu zeigen, die die Lichtkunst innovativ und kreativ weiterentwickeln. Als ein Kompetenzzentrum für Lichtkunst ist es das Anliegen des Museums zu inspirieren und zu fördern. KünstlerInnen dieses Genres sind oft schwierigen Rahmenbedingungen ausgesetzt: Lichtkunstinstallationen benötigen spezifische Räume, die den Arbeiten und den von den KünstlerInnen angestrebten Effekten gerecht werden. Da Lichtkunst ein relativ junges Genre ist, tendieren Museen außerdem dazu, hauptsächlich bekannte KünstlerInnen zu präsentieren. Aufgrund hoher finanzieller und technischer Anforderungen ist es KünstlerInnen deshalb häufig nicht möglich, ihre Ideen zu realisieren. Sie sind gezwungen, ihre Projekte lediglich als Modelle zu präsentieren. Die künstlerische Wirkung, die eine tatsächliche Installation hätte erreichen können, wird so verringert.

Mit diesem Award und der begleitenden Ausstellung in Unna möchten wir, das Zentrum für Internationale Lichtkunst, einer zukünftigen Generation von LichtkünstlerInnen eine Plattform bieten. Neue Technologien, Energienutzung und Nachhaltigkeit werden im Wettbewerb eine wichtige Rolle spielen. Es sind Aspekte, die als prägend für die Zukunft des Genres („The Future of Light Art“) betrachtet werden müssen, dem zentralen Thema des Wettbewerbs, und die damit Inhalt der Konzepte – entweder hinsichtlich der genutzten Technologie oder dem in der Installation diskutierten Thema – sein sollten.

"As light becomes a key cross-cutting discipline in the 21st century, it is essential that its importance is fully appreciated. It is equally vital that the brightest young minds from all areas of the world continue to be attracted to careers in this field." (UNESCO)

Partner

Innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft

Wie sich eine Gesellschaft entwickelt, hängt unter anderem von den analytischen Fähigkeiten und der Fantasie der Menschen ab. Kunst und Kultur tragen wesentlich dazu bei, dass sich diese Fähigkeiten entfalten.

Die Stiftung fördert insbesondere Ausdrucksformen, die auf Energie zurückgreifen sowie Projekte im Bereich der elektronischen Medien. Vorrang bei der Förderung haben Projekte, die interdisziplinäre Ansätze verfolgen und den Dialog über die Grenzen von Einzeldisziplinen, Institutionen und Zielgruppen hinaus suchen. So können durch die Kunst Impulse für unsere Gesellschaft entstehen und Grenzen neu definiert werden.

Darüber hinaus erhalten junge Künstler bei der Innogy Stiftung erste Chancen, sich zu entfalten und zu präsentieren. Durch ein eigenes Stipendienprogramm schafft die Stiftung den Künstlern einen Freiraum, den sie selbst gestalten können.

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1te Edition

Im Jahr 2015 fand der International Light Art Award zum ersten Mal statt. Ein Recommendation Committee, bestehend aus Lichtkunstexperten aus der ganzen Welt, KünstlerInnen, KuratorInnen, MuseumsdirektorInnen, AkademikerInnen und Sammlern, nominierten jeweils zwei KünstlerInnen, am ILAA teilzunehmen. 29 KünstlerInnen (Duos) reichten Konzepte ein und drei Finalisten wurden von der internationalen Jury gewählt, die aus Christian Boros (Sammler, Berlin / DE), Bjorn Geldhof (künstlerischer Direktor PunchukArtCentre, Kiev / UA), Kazuo Katase (Künstler, DE / JP), Christina Kubisch (Künstlerin, Berlin / DE), Cliff Lauson (Kurator Hayward Gallery, London / GB), Christoph Noe (Art Consultant, HK) und Jan van Munster (Künstler, Oost-Souburg / NL) bestand. Leider verstarb Otto Piene, der zugestimmt hatte, Vorsitzender der Jury zu werden, im Juli 2014. Es war ihm ein großes Anliegen, zukünftige Generationen von Lichtkünstlern zu unterstützen.

Nachdem die drei Konzepte im Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna realisiert worden waren, fand die Preisverleihung Ende Januar 2015 in Berlin im Haus der Berliner Festspiele statt und die Ausstellung öffnete im Museum für eine 5-monatige Laufzeit.

1ter Platz: “the weight of light”

Mit dem Gedankenexperiment von Licht als konkretem Medium, das den Gesetzen der Schwerkraft unterliegt, setzt sich das in Köln ansässige Künstlerduo Martin Hesselmeier & Andreas Muxel auseinander. Bei „the weight of light“ wird Licht auf LED-Bahnen transportiert, die die Besucher umgeben und in eine Welt versetzen, in der sich das Licht nicht mehr wie gewohnt verhält.

„Licht, wie wir es gewöhnlich wahrnehmen, besitzt keine Masse und Schwerkraft. In der Arbeit “the weight of light” wird der Versuch unternommen, künstliche Kräfte auf sich bewegende Lichtimpulse zu übertragen. Ein Spiel mit der gelernten Wahrnehmung schafft bewusst Momente der Irritation in einem fiktionalen Lichtraum. Wir freuen uns über die Möglichkeit, die Arbeit an diesem unvergleichlichen Ort zeigen zu dürfen.“

Andreas Muxel

Der 1979 geborene Andreas Muxel studierte bis 2004 Media Communication Design an der Hochschule Vorarlberg in Österreich. Er arbeitete von 2004 bis 2007 als Interaktionsdesigner für das MARS-Exploratory Media Lab am Fraunhofer Institut für Medienkommunikation und schloss 2008 ein Aufbaustudium an der Kunsthochschule für Medien Köln ab. Seine Werke waren bereits auf zahlreichen internationalen Medienkunstfestivals zu sehen, wie beispielsweise GLOW Eindhoven, FILE Festival São Paulo, TodaysArt Festival Brussel, LUMINALE X Frankfurt.
www.andreasmuxel.com

Martin Hesselmeier

Martin Hesselmeier (1978) erhielt 2002 sein Diplom im Fach Kommunikationsdesign an der Hochschule Mannheim, Academy of Arts and Design, und schloss ein Studium im Bereich Audio-Visuelle Medien an der Kunsthochschule für Medien Köln an, das er 2007 erfolgreich beendete. In seinen Arbeiten legt er den Fokus auf reaktive Installationen und die Grenzen menschlicher Wahrnehmung. Seine Werke wurden bereits in vielen Institutionen und auf zahlreichen internationalen Medienkunstfestivals gezeigt, z.B. der ARTCOLOGNE in Köln, der Lexus Hybrid Art in Moskau oder dem amber-festival in Istanbul.
www.martinhesselmeier.com

2ter Platz: “Traffic”

Von der internationalen Jury ebenfalls unter die Finalisten gewählt, beschäftigt sich der Chilene Iván Navarro mit gesellschaftlich geprägten Symbolen, die er außerhalb ihres sinnstiftenden Kontextes präsentiert. „Traffic“, ein Mobile aus Verkehrsampeln, taucht den Raum abwechselnd in die den Besuchern so bekannten Farben, deren Signalwirkung hier vom Betrachter neu bewertet werden muss.

“Order and abstraction are the main ideas that inspired me to make the project Traffic. I am interested in how traffic lights use three different colors to control social behavior. The light‟s colors are an abstraction or a symbol signaling how people should act in three different states of perception: stop, attention and go.”

Iván Navarro,

geboren 1972, studierte von 1991-95 an der Pontificia Universidad Católica of Chile in Santiago, Chile. Er erhielt zahlreiche Stipendien und Residencies wie beispielsweise wiederholt das Fondart, ein Stipendium des Ministeriums für Bildung und Kultur in Santiago, Chile, aber auch Artists„ Residencies in New York und London. Seine Werke sind international in Ausstellungen vertreten, 2014 beispielsweise im Guggenheim Museum, New York und in der Gallery Hyundai in Seoul, Korea.

3ter Platz: “Erleuchtung | Enlightenment”

Grundlegend partizipativ ausgerichtet ist das Werk des ebenfalls in Köln ansässigen Künstlers Dirk Vollenbroich. Erst die Hirnströme der beteiligten Besucher lassen „Erleuchtung“ sichtbar werden, und nur wer einen meditativen Zustand erreicht, findet „Erleuchtung“.

„Die in Lichtkinetik transformierten, differenzierten Bewusstseinszustände bzw. neuronalen Impulse des Gehirns werden synchron, sowohl für den in der Arbeit ERLEUCHTUNG interagierenden Rezipienten als auch für die Öffentlichkeit lesbar.“

Dirk Vollenbroich

Der 1969 geborene Dirk Vollenbroich studierte an der Fachhochschule Münster (Physik) sowie an der Kunstakademie Münster und erhielt verschiedene Fellowships und Awards wie beispielsweise der Cité Internationales des Arts Paris, der Collection Alain Servais in Brüssel und das Baldreit-Stipendium der Stadt Baden-Baden. Seine Werke sind bereits international zu sehen gewesen in Ausstellungen und auf Festivals vom Museum für Moderne Kunst in Frankfurt über das Biennial Audio Visual Madrid Abierto in Spanien bis zur Foundation Ol-Futuro in Rio de Janeiro, Brasilien.
www.dirkvollenbroich.com

April 2016
Ausschreibung
14. August 2016
Deadline Konzepte
Oktober 2016
Jury wählt die 3 Finalisten
Oktober 2016 - März 2017
Finalisten realisieren ihre Konzepte
21. April 2017
Preisverleihung + Eröffnung der begleitenden Ausstellung in Unna für geladene Gäste
22. April 2017
Familienfest zur Eröffnung der ILAA-Wechselausstellung
03. September 2017
Ausstellung “The Future of Light Art” schließt

News

Museum
Zentrum für Internationale
Lichtkunst Unna


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59423 Unna

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